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Mobilität

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Ausbau einer zukunftsfähigen Verkehrsinfrastruktur  

Die Attraktivität des Lahn-Dill-Kreises ist neben seiner landschaftlichen Anziehungskraft sowie der in der Region vorhandenen Arbeitsplätze auch abhängig von der Verfügbarkeit kultureller, sozialer und sportlicher Infrastrukturen. Diese sind über den gesamten Lahn-Dill-Kreis und die Nachbarregionen verteilt. Ein nachhaltiges und bürger*innenfreundliches Mobilitätsangebot ist deshalb besonders wichtig.

GRÜNE Mobilitätspolitik stellt die Menschen und ihre Lebensqualität in den Mittelpunkt. Mobilität ermöglicht Teilhabe und ist deshalb gerade im ländlich geprägten Raum mit seinen zu überwindenden Entfernungen besonders wichtig. Tatsächlich pendeln aufgrund der vielen Gewerbestandorte entlang der Dill täglich ca. 90.000 Menschen in den Lahn- Dill-Kreis hinein und genauso viele aus dem Kreis heraus. Darüber hinaus fahren viele Bürger*innen mit dem PKW zum Einkaufen in die nächste größere Stadt. Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) wird von rund 15.000 Schüler*innen für den Weg zur Schule genutzt.

Die Anbindung der meisten Regionen des Kreises über den ÖPNV ist durch ein Basis- Angebot gewährleistet. Mit den von der Verkehrsgesellschaft Lahn-Dill-Weil mbH beauftragten Busunternehmen gibt es täglich – zu den Stoßzeiten morgens, mittags und spätnachmittags – mehrere Busverkehre in die kleinen und mittleren Zentren. In der Regel fahren auch am Wochenende Busse. Durch das Angebot der Bahn wird die Verbindung in die Großräume Rhein-Main und Rhein-Ruhr sowie in Ost-West-Richtung möglich.

GRÜNES Ziel für den Lahn-Dill-Kreis ist mehr Mobilität mit weniger und umweltfreundlicheren Autos. Wir wollen eine Stärkung des Umweltverbunds aus Bus und Bahn sowie Rad- und Fußverkehr. Das seit 2017 im Lahn-Dill-Kreis bestehende Mobilitätsmanagement ist mit dem Ziel eingerichtet worden, Verkehr umweltfreundlicher, sozialverträglicher und effizienter zu gestalten. Schwerpunkt seiner Arbeit sind die Information über und die Koordination von Mobilitätsangeboten und die Motivation diese Möglichkeiten auch zu nutzen. Wir GRÜNE setzen uns für eine Verstetigung und eine personelle Erweiterung dieses Managements für den Bereich professionelle Verkehrsplanung ein (dauerhafte Planstelle in der Kreisverwaltung): Ausgerichtet speziell auf denLahn-Dill-Kreis soll die Mobilität in der Region konzeptionell weiterentwickelt werden, um die Verkehrswende zukunftsfähig voranzutreiben.

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ÖPNV

Der ÖPNV ist ein Hauptbestandteil einer umweltfreundlichen Mobilität. Alle Regionen des Kreises, müssen kontinuierlich mit dem ÖPNV – untereinander sowie am Wochenende und nachts – erreichbar werden.

Verbesserungen des ÖPNV im Lahn-Dill- Kreis muss es daher bei der Infrastruktur, der Taktfrequenz, dem Komfort und der Barrierefreiheit geben.

Aus GRÜNER Sicht ist es erforderlich, allen Nutzer*innen des straßengebundenen Busverkehrs einen Sitzplatz anbieten zu können und die Anzahl der Stehplätze auf ein Minimum zu beschränken.

Unter der Führung unseres Dezernenten Heinz Schreiber ist ein neuer Nahverkehrsplan erarbeitet worden. Er wird voraussichtlich im Februar 2021 vom Kreistag beschlossen werden. Mit diesem neuen Nahverkehrsplan wird der Busverkehr am Abend erheblich ausgeweitet werden. Viele Orte werden mehr und verbesserte Takte für eine Busverbindung am Sonntag erhalten.

Für uns GRÜNE ist dies zur Umsetzung der Verkehrswende noch lange nicht ausreichend.

Unser Ziel ist es, das Busnetz so zu gestalten, dass Fahrten bedarfsgerecht und flexibel angeboten werden können. Unser Ziel ist auch, das Netz der Haltestellen so auszubauen, dass für alle Bürger*innen die Entfernung vom Wohnhaus zu einer Haltestelle in der Regel nicht mehr als 0,5 km beträgt. Die Möglichkeiten weiterer Buskonzepte – z. B. dem Rufbus, der bereit steht, aber nur fährt, wenn er auch gerufen wird – sind wichtige Alternativen zum klassischen ÖPNV: Sie decken Bedarfe in den entlegeneren Gegenden ab ohne dabei durch Leerfahrten die Umwelt unnötig zu belasten. Ergänzend soll das Angebot von (Jugend-, Frauen-, Senioren-) Taxis und Mitfahrgelegenheiten gefördert und besser kommuniziert werden.

Wir wollen auch, dass bereits vorhandene Infrastruktur genutzt wird: Wir fordern ausdrücklich, dass geprüft wird, ob die Reaktivierung der Dietzhölztal- Bahn sinnvoll und machbar ist. Die Taunus- Bahn soll bis Kraftsolms erweitert werden.

Attraktive Preisgestaltung beim ÖPNV Ein wichtiger zusätzlicher Anreiz, das Auto stehen zu lassen, ist eine attraktive Preisgestaltung des ÖPNV. Wir fordern die Einführung eines Flatrate-Tickets für alle Menschen im Lahn-Dill-Kreis und in Wetzlar, sofern das Land Hessen eine solche Jahreskarte (Hessenticket) bis Ende 2022 nicht einführen sollte. Die Mitarbeiter* innen der Kreisverwaltung und der angeschlossenen kreiseigenen Betriebe sollen weiterhin das Job-Ticket behalten. Wir wollen einen weiteren Anreiz schaffen, vor Ort auf den ÖPNV umzusteigen, indem mit dem Erwerb eines Parktickets gleichzeitig die kostenfreie Nutzung des ÖPNV ermöglicht wird.

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Mit wechselnden Verkehrsmitteln unterwegs

Die Pendlerparkplätze an den Bahnhöfen sind teilweise an ihrer räumlichen Kapazitätsgrenze. Uns ist wichtig, dass ausreichend Parkmöglichkeiten mit Ladestationen für E-Mobilität an den relevanten Mobilitätsknotenpunkten wie Bahnhöfen und wichtigen Bushaltestellen zur Verfügung stehen. Grundsätzlich soll die Dichte von Ladestationen für E-Mobilität erhöht werden.

Ausreichend Abstellmöglichkeiten brauchen wir nicht nur für PKW, sondern auch für Fahrräder und E-Scooter. Die Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und E-Bikes müssen diebstahlsicher sein und sollen auch an allen kreiseigenen Gebäuden sowie an möglichst vielen öffentlichen Gebäuden eingerichtet werden. An allen Abstellmöglichkeiten soll es, je nach Bedarf, zudem Schließfächer sowie Ladestationen für E-Bikes geben, um die Attraktivität des Fahrrads als alternatives Verkehrsmittel zu erhöhen. Mitarbeitende der Kreisverwaltung sollten für Dienstfahrten E-Bikes zur Verfügung gestellt werden bzw. der Privatkauf finanziell unterstützt werden.

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Mit dem Fahrrad unterwegs

Für viele Strecken im Lahn-Dill-Kreis bietet sich das Fahrrad an. Seine zunehmende Beliebtheit – mit oder ohne E-Unterstützung – wollen wir weiter fördern, indem wir für eine verbesserte und erweiterte Radwegeinfrastruktur sorgen. Wir wollen prüfen, an welchen Stellen des bereits bestehenden Radverkehrswegenetzes gearbeitet werden muss, z. B. um Lücken zu beseitigen. Damit wichtige Verbindungen im Kreis auch über größere Entfernungen sicher und attraktiv bei höheren Geschwindigkeiten mit dem Fahrrad oder E-Bike zurückgelegt werden können, befürworten wir auf der Linie Solms-Wetzlar-Gießen-Marburg und ggf. Haiger-Dillenburg-Herborn die Planung und den Bau von Fahrradschnellwegen. Durch die Einbeziehung von bereits vorhandenen ausgebauten Touristikfahrradwegen wird dabei vermieden, dass der Flächenverbrauch zu stark ansteigt.

Der Lahn-Dill-Kreis hat auf Initiative von uns GRÜNEN ein Rad- und Fußwegekonzept in Auftrag gegeben. Wir GRÜNE werden uns dafür einsetzen, dass durch dieses Konzept Rad- und Fußverkehr weiter gefördert werden und dass es zeitnah beschlossen und umgesetzt wird.

LKW-Verkehr

Den Individual- und LKW-Verkehr auf der Straße wird es im Lahn-Dill-Kreis weiterhin geben. Die vielen Unternehmen in der Region, die Material-Lieferungen bekommen oder Produkte ausliefern müssen, sind auf LKW-Verkehr angewiesen. Es kommt darauf an, dass dieser Verkehr ab sofort z. B. durch immer mehr alternative klimaschonende Antriebe so umweltfreundlich wie möglich wird. Der LKW-Verkehr soll nach Möglichkeit weiter reduziert werden, indem er auf die Schiene verlagert wird.

Weil wir GRÜNE uns für das Wohl der Menschen einsetzen und das von Umwelt und Klima im Blick behalten, wollen wir,dass Ortskerne beruhigt oder Ortsdurchfahrten vermieden werden: Die Ortskerne werden dadurch sicherer, die Luftqualität wird verbessert und die Lärmbelastung reduziert, sodass innerorts die Lebensqualität steigt und die Ortschaften zügig umfahren werden können.