Jäger demonstrieren gegen die Änderung der Jagdverordnung


Daraus folgt naturgemäß auch, dass Bestimmungen und Verordnungen die zum Teil noch aus den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts stammen einer Überprüfung unterzogen werden und dort, wo es geboten ist auch geändert werden. Dass es dabei auch darum geht, den inzwischen im Grundgesetz verankerten Tierschutz auch in Gesetzen und Verordnungen zu folgen ergiubt sich aus dem Grundgesetz selbst.

Dennoch versuchen einige Jäger sich dieser Notwendigen Veränderung der Sichtweise auf das Töten von Lebewesen zu entziehen.

Wir Grüne haben es übernommen, im Rahmen der Aufgaben des Umweltministeriums das Thema neu auf die Agenda zu setzen.

Das Jagdrecht selbst wird - wie es im Koalitionsvertrag steht - nicht angetastet. Aber die Teile, die ohne direkten EIngriff in das Jagdgesetz zum Vorteil für alle Lebewesen in Wald und Flur druchführbar sind, werden selbstverständlich von den politisch Verantwortlichen bearbeitet und verändert.

Dass der Jagdverband daraus versucht eine Einschränkung von Freiheitsrechten zu konstruieren ohne dabei zu berücksichtigen, dass sich aus dem Grundgesetz selbst die Notwendigkeit dazu ergibt, zeigt, dass das Verfassungsverständnis in Teilen der Jägerschaft vielleicht einer Korrektur bedarf.

Die Hessenschau hat zu der Kritik der Jäger und der ihnen nahestehenden Parteien einen Bericht erstellt, der leider nicht ausgestrahlt wurde.

Zur Zeit ist dieser Bericht auf der Seite hessenschau.de/tv-sendung/video-4768.html anzusehen. Wer will, kann ihn sich auch zum später Anschauen herunterladen.

Die Demonstration der Jäger in Wiesbaden, wo ausdrücklich auch Jäger aus ganz Deutschland eingeladen wurden (vielleicht befürchtet man, dass in Hessen die Zahl der klugen Jäger die nicht zur Demo gehen zu groß sein könnte) ist auch Ausdruck der Befürchtung einiger weniger privillegierter Jäger und Jagdpächter, die ihren Tötungssport gefährdet sehen.

Die Änderungen der Jagdverordnung wird entsprechend dem Koalitionsvertrag zwischen CDU und B90/Die Grünen dankenswerterweise durch unsere grüne Staatsministerin aus dem Lahn-Dill-Kreis Priska Hinz auch gegen den Widerstand einiges kleinen Teils der Bevölkerung umgesetzt.



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